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Warum verliere ich plötzlich so viele Haare?

In der Dusche nerven mich vor allem: meine Haare, weil lang, die langsam gen Abfluss treiben. So weit so gut… aber ganz und gar nciht gebracuhen konnte ich, dass die sich in der Menge vervielfacht… Mal abgesehen davon, dass ich die auch gerne auf dem Kopf behalten würde, denn dass man meine Kopfhaut sehen kann, will ich gaaaaar nicht!!! Ätzend!

Dabei hatte ich mich doch gerade erst an Hitzewallungen, Nachtschweiß und Bauchfett gewöhnt.
Mussten jetzt auch noch meine Haare verschwinden?

Zum Glück lautet die Antwort: Nope!
Aber warum fallen dann plötzlich so viele Haare aus?


Warum passiert das?

Auch hier sind – Überraschung – unsere Hormone beteiligt. Mit den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel.
Östrogen sorgt unter anderem dafür, dass unsere Haare länger in der Wachstumsphase bleiben. Sinkt der Hormonspiegel, verkürzt sich diese Phase. Mehr Haare wechseln gleichzeitig in die Ruhephase und fallen anschließend aus.
Deshalb wirkt es oft so, als würde der Haarausfall plötzlich beginnen. Hinzu kommt, dass die Haare häufig feiner werden und insgesamt weniger Volumen haben.

Viele Frauen bemerken außerdem, dass die Haare trockener werden oder nicht mehr so kräftig nachwachsen wie früher.


Ist das noch normal?

Ja. Ein gewisser Haarausfall gehört zu den häufigen Begleiterscheinungen der Wechseljahre.

Bis zu 100 Haare pro Tag zu verlieren, gilt grundsätzlich als normal. Wenn dir jedoch büschelweise Haare ausfallen, sich kahle Stellen bilden oder der Haarausfall über mehrere Monate anhält, solltest du das ärztlich abklären lassen. Denn nicht immer sind die Wechseljahre die Ursache.

Auch Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Stress oder bestimmte Medikamente können dahinterstecken.


Was hilft?

Leider gibt es keine Wunderlösung. Aber es gibt einiges, was die Haare unterstützen kann. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß, Eisen, Zink und Biotin ist wichtig. Ebenso lohnt sich ein Blick auf den Vitamin-D-Spiegel, denn ein Mangel kommt bei Frauen in den Wechseljahren nicht selten vor. Auch die Kopfhaut freut sich über eine sanfte Pflege. Aggressive Shampoos, häufiges Blondieren oder tägliches Hitzestyling setzen den Haaren zusätzlich zu.

Wenn der Haarausfall sehr belastend ist, solltest du deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt oder auch eine Hautärztin bzw. einen Hautarzt ansprechen.


Mein Aha-Moment

Ich habe irgendwann aufgehört, jedes einzelne Haar zu zählen. Denn ehrlich gesagt machte mich das nur verrückt. Stattdessen habe ich verstanden, dass mein Körper gerade eine riesige hormonelle Umstellung durchmacht. Und genau wie Bauchfett, Gelenkschmerzen oder Schlafprobleme gehört leider auch das dazu. Das hat mich zwar nicht begeistert.

Aber es hat mich beruhigt.


Mein Fazit

Haarausfall kann ganz schön am Selbstbewusstsein kratzen. Vor allem, wenn man morgens in den Spiegel schaut und das Gefühl hat, dass der Scheitel immer breiter wird.
Aber:
Du bist damit nicht allein.
Und du musst dich dafür nicht schämen.
Die Wechseljahre verändern unseren Körper.

Manchmal eben auch unsere Haare.


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Wenn tatsächlich ein Mangel besteht oder die Ernährung nicht optimal ist, können diese Nährstoffe die normale Erhaltung der Haare unterstützen.


Häufige Fragen

Ist Haarausfall in den Wechseljahren normal?

Ja. Viele Frauen bemerken in dieser Zeit, dass mehr Haare ausfallen oder dünner nachwachsen.

Wachsen die Haare wieder nach?

In vielen Fällen ja. Häufig verändert sich jedoch die Haarstruktur und die Haare bleiben etwas feiner als früher.

Können Hormone helfen?

Bei manchen Frauen verbessert eine Hormonersatztherapie auch den Haarausfall. Das solltest du individuell mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen.

Wann sollte ich zum Arzt?

Wenn kahle Stellen entstehen, der Haarausfall sehr plötzlich auftritt oder über mehrere Monate anhält.

Hilft Biotin wirklich?

Nur wenn tatsächlich ein Mangel besteht. Ohne Mangel ist die Wirkung wissenschaftlich nicht eindeutig belegt.


Das Wichtigste auf einen Blick

  • Haarausfall gehört zu den häufigen Beschwerden in den Wechseljahren.
  • Ursache ist meist der sinkende Östrogenspiegel.
  • Auch Eisenmangel oder Schilddrüsenerkrankungen können dahinterstecken.
  • Eine ausgewogene Ernährung und sanfte Haarpflege können unterstützen.
  • Starker oder anhaltender Haarausfall sollte ärztlich abgeklärt werden.

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Quellen
  • Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause – Diagnostik und Interventionen
  • Deutsche Menopause Gesellschaft e. V.
  • The Menopause Society (ehemals North American Menopause Society)
  • Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG): Informationen zu Haarausfall bei Frauen

Transparenzhinweis

Die Informationen in diesem Artikel ersetzen keine ärztliche Beratung. Ich teile hier meine persönlichen Erfahrungen und ergänze sie durch sorgfältig recherchierte Informationen aus seriösen medizinischen Quellen. Wenn du starken oder anhaltenden Haarausfall bemerkst, lass die Ursache ärztlich abklären.

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