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Warum tun plötzlich alle Gelenke weh?

Ich stehe also am Kaffeeautomaten in der Firma. Und meine Herren … mein Mittelfingergelenk schmerzt wie die Sau.
Mein erster Gedanke? „Zu oft den Mittelfinger beim Autofahren ausgestreckt, Annika, was?“ Natürlich nur in Gedanken. Also kann es daran wohl eher nicht gelegen haben. 😅 Ein paar Tage später tat nachts plötzlich der Rücken weh. Dann die Knie. Und manchmal komme ich morgens kaum aus der Hocke hoch, ohne erst einmal laut „Aua“ zu denken.
Jetzt könnte man sagen: Na ja, Mitte fünfzig. Ein bisschen mehr Sport wäre vielleicht keine schlechte Idee. Und ehrlich? Okaaaay … wahrscheinlich könnte ich mich tatsächlich etwas mehr bewegen.

Aber der Mittelfinger? Ernsthaft?
Warum ausgerechnet der? Also habe ich – wie inzwischen gefühlt bei jedem neuen Wehwehchen – wieder das Internet befragt. Und was soll ich sagen? Wieder dieselbe Antwort. „Ja, Gelenkschmerzen können in den Wechseljahren auftreten.“ Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich war irgendwann an dem Punkt, an dem ich dachte:

Kann man in den Wechseljahren eigentlich überhaupt noch irgendein neues Symptom entdecken, das NICHT damit zusammenhängt?

Warum passiert das überhaupt?

Die Wechseljahre sind eben nicht nur Hitzewallungen, Schlafprobleme und Stimmungsschwankungen.
Östrogen hat im Körper unglaublich viele Aufgaben. Es schützt unter anderem Knochen, Muskeln, Sehnen und Gelenke und wirkt entzündungshemmend. Sinkt der Östrogenspiegel, können sich Gelenke plötzlich steif anfühlen, die Knie beim Treppensteigen meckern oder die Schultern schmerzen. Manche Frauen berichten sogar über Schmerzen in den Fingern oder Handgelenken.
Und genau deshalb war mein rebellischer Mittelfinger vermutlich gar nicht so rebellisch.

Er wollte mir einfach sagen: „Willkommen in den Wechseljahren.“

Ich dachte zuerst an Arthrose

Ganz ehrlich? Mein erster Gedanke war nicht: „Ach, das sind bestimmt die Wechseljahre.“ Ich dachte eher an Arthrose. Oder Rheuma. Oder dass ich langsam auseinanderfalle. Dabei geht es vielen Frauen genauso. Plötzlich tut hier etwas weh, dort zwickt es und morgens fühlt man sich manchmal wie 85 statt Anfang oder Mitte 50. Die gute Nachricht: Du bildest dir das nicht ein. Und nein – du wirst auch nicht von heute auf morgen alt. Viele dieser Beschwerden können tatsächlich hormonell bedingt sein.

Was mir persönlich hilft

Ich möchte an dieser Stelle ehrlich mit dir sein. Ich nehme inzwischen Hormone. Diese Entscheidung habe ich gemeinsam mit meiner Frauenärztin getroffen und für mich persönlich war das genau der richtige Weg. Das bedeutet aber nicht, dass Hormone für jede Frau die beste Lösung sind. Darüber solltest du immer gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt entscheiden.
Zusätzlich achte ich inzwischen viel bewusster auf meinen Körper und unterstütze ihn mit einigen Nahrungsergänzungsmitteln. Ob die allein meine Gelenkschmerzen verschwinden lassen? Wahrscheinlich nicht. Aber ich habe das Gefühl, meinem Körper damit etwas Gutes zu tun.

Bei mir gehören inzwischen unter anderem dazu:

  • Kollagen
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Vitamin D (nach Blutkontrolle)
  • Magnesium

Gerade Kollagen und Omega-3 werden häufig im Zusammenhang mit Gelenken genannt. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für Knochen und Muskeln, und Magnesium kann helfen, wenn zusätzlich Verspannungen oder Muskelbeschwerden auftreten.
Natürlich ersetzt das keine ärztliche Beratung. Aber vielleicht ist es ein guter Anlass, sich einmal mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Das Buch, das bei mir ganz viele Fragezeichen aufgelöst hat

Wenn ich dir eine einzige Empfehlung geben dürfte, dann wäre es tatsächlich ein Buch:

📖 „Woman on Fire – Alles über die fabelhaften Wechseljahre“ von Dr. Sheila de Liz.

Ich habe selten ein Sachbuch gelesen, bei dem ich so oft dachte: „Ach sooo! Deshalb also!“ Dr. Sheila de Liz erklärt die Wechseljahre so verständlich, locker und mit einer ordentlichen Portion Humor, dass man das Gefühl hat, eine gute Freundin erklärt einem endlich, was im eigenen Körper passiert. Sie räumt mit Mythen auf, nimmt Ängste und schafft etwas, das ich vorher kaum hatte: Verständnis für meinen eigenen Körper. Und sie scheint auch noch dieselben Filme zu mögen, erklärt sie doch mit 3 Engeln für Charly das Zusammenspiel der Hormone sehr vergnüglich und wirklich leicht verständlich.

Mich hat das Buch unglaublich beruhigt. Nicht, weil plötzlich alle Beschwerden verschwunden waren. Sondern weil ich endlich wusste, warum sie überhaupt da sind.

Wenn du gerade mitten in den Wechseljahren steckst oder vermutest, dass es langsam losgeht, dann kann ich dir dieses Buch wirklich ans Herz legen. Für mich war es die beste Investition, um diese verrückte Zeit endlich besser zu verstehen.

👉 Das ist übrigens auch einer der wichtigsten Tipps auf MENOMENT – weil ich es wirklich jeder Freundin empfehlen würde.

Mein Fazit

Früher dachte ich immer, Wechseljahre seien ein paar Hitzewallungen. Heute weiß ich: Es kann der Schlaf sein. Der Rücken. Die Knie. Der Kopf. Die Stimmung. Und offenbar sogar ein vollkommen unschuldiger Mittelfinger (also bei mir nicht ganz so unschuldig ;-).

Das Wichtigste, was ich gelernt habe: Man muss diese Zeit nicht einfach aussitzen.

Je mehr ich über meinen Körper gelernt habe, desto entspannter konnte ich mit vielen Beschwerden umgehen. Und genau deshalb gibt es MENOMENT. Denn wenn ich mit meinen Recherchen schon nachts um drei auf irgendwelchen dubiosen Seiten lande, dann möchte ich wenigstens eine Seite schaffen, auf der Frauen ehrliche Erfahrungen, verständliche Informationen und hilfreiche Tipps finden.

Und jetzt mal unter uns … Wir sind doch keine alten Frauen. Ja, unser Körper verändert sich gerade. Ja, manchmal zwickt das Knie. Oder der Rücken. Oder – warum auch immer – der Mittelfinger. Na und? Wir sind immer noch dieselben Frauen.
Wir lachen.
Wir lieben.
Wir arbeiten.
Wir stemmen jeden einzelnen Tag Familie, Job, Partnerschaft, Freundschaften und gefühlt tausend andere Dinge gleichzeitig.
Wir sind impulsiv.
Wir sind klug.
Wir sind schön.
Wir sind erfahren.
Und wir lassen uns doch von ein paar verrückt spielenden Hormonen nicht erzählen, dass unsere beste Zeit vorbei ist.

Ganz im Gegenteil.

Ich finde, wir sind gerade dabei, uns selbst noch einmal ganz neu kennenzulernen.
Und ganz ehrlich?

Wir sind die Knaller. ❤️

Und falls dein Mittelfinger morgen wieder weh tut …

… dann zeig ihm einfach den anderen Mittelfinger. 😉 Alles Liebe, Annika

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