Also, ich komme aus einer Sportlerfamilie. Meine Eltern hatten ein Fitnessstudio und deshalb bin ich eigentlich schon mein ganzes Leben mit Proteinshakes in Berührung gekommen. Aber ganz ehrlich? Vor 40 Jahren waren das doch eher die Arnolds dieser Welt, die diese Dinger getrunken haben.
Und geschmeckt haben die … Pfuibäh. Total künstlich. Überhaupt nicht lecker. Außerdem gehörte so ein Shake damals einfach zum Muskelpaket nach dem Pumpen. Dieser Look war so gar nichts für mich. Deshalb wäre ich im Leben nicht auf die Idee gekommen, freiwillig Proteinpulver zu trinken. Tja … Und dann kamen …..die Wechseljahre, was sonst. Plötzlich hieß es überall: „Mehr Eiweiß.“
Ich dachte erst: Na klar … jetzt soll ich also doch noch anfangen, Proteinshakes zu trinken. Aber ehrlich gesagt?
Einfach gefrorenes Obst, Hafermilch und einen Löffel Proteinpulver in den Mixer werfen und fertig – einfacher geht es kaum.
Und genau deshalb gehört so ein Shake heute tatsächlich zu meinem Alltag. Wer hätte das gedacht?
Die schmecken heute sogar richtig gut. Also … zumindest die meisten. 😄 Ich finde sie leider etwas zu teuer, aber meine Faulheit lässt mich drüber hinwegsehen.

Warum wird Eiweiß plötzlich so wichtig?
Mit den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel. Dadurch verändert sich nicht nur unser Hormonhaushalt, sondern auch unser Stoffwechsel. Gleichzeitig bauen wir leichter Muskelmasse ab – und genau das ist ein Problem. Muskeln verbrauchen Energie. Werden sie weniger, sinkt auch unser Grundumsatz. Deshalb nehmen viele Frauen plötzlich zu, obwohl sie gar nicht mehr essen als früher.
Genau deshalb empfehlen Fachgesellschaften, in den Wechseljahren auf eine ausreichende Eiweißzufuhr zu achten. Besonders sinnvoll ist Eiweiß in Kombination mit Krafttraining oder regelmäßiger Bewegung, damit der Körper die Muskulatur möglichst lange erhalten kann.
Brauche ich dafür unbedingt Proteinpulver?
Nein. Du kannst deinen Eiweißbedarf auch komplett über normale Lebensmittel decken.
Zum Beispiel mit Skyr, Quark, Naturjoghurt, Eiern, Fisch, Hülsenfrüchten, Tofu oder magerem Fleisch.
Ich habe allerdings schnell gemerkt, dass das im Alltag gar nicht so einfach ist. Morgens muss es schnell gehen, mittags esse ich oft zwischen zwei Terminen und abends habe ich ehrlich gesagt keine Lust mehr, meinen Eiweißbedarf auszurechnen.
Deshalb ist Proteinpulver für mich einfach eine praktische Ergänzung geworden – nicht mehr und nicht weniger.
Macht Proteinpulver dick?
Diese Frage habe ich mir tatsächlich auch gestellt. Auf dicker werden habe ich so gar keinen Bock!
Die Antwort lautet: Nein. Nicht das Proteinpulver macht dick, sondern – wie bei allen Lebensmitteln – eine dauerhaft zu hohe Kalorienzufuhr.
Eiweiß hat sogar einen großen Vorteil: Es sättigt deutlich besser als viele andere Lebensmittel. Deshalb kann eine eiweißreiche Ernährung dabei helfen, Heißhunger zu reduzieren und den Muskelabbau in den Wechseljahren zu verlangsamen.
Worauf solltest du achten?
Nicht jedes Proteinpulver ist gleich.
Ich würde auf diese Punkte achten:
✔️ hoher Eiweißgehalt
✔️ möglichst wenig Zucker
✔️ gute Zutaten
✔️ gute Löslichkeit
✔️ ein Geschmack, den du wirklich magst
Denn das beste Proteinpulver bringt dir nichts, wenn es nach zwei Shakes hinten im Küchenschrank verschwindet.
Mein Fazit
Hätte mir vor ein paar Jahren jemand erzählt, dass ich freiwillig Proteinshakes trinken würde …
Ich hätte ihn wahrscheinlich ausgelacht. Heute gehören sie ganz selbstverständlich zu meinem Alltag.
Nicht jeden Tag. Nicht als Mahlzeitenersatz. Und auch nicht, weil ich aussehen möchte wie eine Bodybuilderin.
Sondern weil sie mir helfen, meinen Eiweißbedarf unkompliziert zu decken.
Manchmal sind die einfachsten Lösungen eben doch die besten.
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FAQ / Häufige Fragen
Brauche ich in den Wechseljahren wirklich mehr Eiweiß?
Viele Expertinnen und Experten empfehlen Frauen in den Wechseljahren, auf eine ausreichende Eiweißzufuhr zu achten. Der genaue Bedarf hängt unter anderem von deinem Gewicht, deinem Alter und deiner körperlichen Aktivität ab.
Ist Proteinpulver gesund?
Ein hochwertiges Proteinpulver kann eine praktische Ergänzung sein. Es ersetzt aber keine ausgewogene Ernährung.
Kann ich Proteinpulver auch trinken, wenn ich keinen Sport mache?
Ja. Krafttraining verstärkt den positiven Effekt zwar, aber auch ohne intensiven Sport kann Proteinpulver dabei helfen, den täglichen Eiweißbedarf einfacher zu erreichen.
Welches Proteinpulver schmeckt am besten?
Geschmack ist natürlich unterschiedlich. Ich persönlich komme mit dem ESN Designer Whey am besten zurecht, weil es nicht künstlich schmeckt und sich gut auflöst.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Mit den Wechseljahren wird Eiweiß wichtiger.
- Muskelmasse nimmt mit zunehmendem Alter leichter ab.
- Proteinpulver ist kein Muss, aber eine praktische Ergänzung.
- Entscheidend bleibt eine insgesamt ausgewogene Ernährung.
- Besonders sinnvoll ist Eiweiß in Kombination mit regelmäßiger Bewegung oder Krafttraining.
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Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
- Deutsche Menopause Gesellschaft e. V.
- Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause – Diagnostik und Interventionen
- The Menopause Society
Transparenzhinweis
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Ich berichte hier über meine persönlichen Erfahrungen und ergänze sie durch Informationen aus seriösen medizinischen Quellen. Einige Produktempfehlungen enthalten Affiliate-Links. Wenn du darüber einkaufst, unterstützt du MENOMENT – für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.
